Wie Yoga dich von innerer Unruhe befreit

Wir alle kennen ihn, den täglichen Hustle, wenn wir To Do-Listen abarbeiten, vor dem Einkaufen noch schnell eine Wäsche reinschmeißen, auf dem Weg eine E-Mail verschicken und abends dann völlig erledigt auf dem Sofa landen.

Wenn dein Alltag meist so beschleunigt verläuft, dann kennst du vielleicht auch das Gefühl, dich nach Ruhe zu sehnen aber jedes Mal wenn du frei hast, einfach nicht wirklich entspannen zu können.

Glaube mir, diesen Zustand kannte ich auch viel zu gut. Man kann sagen, ich war eine Expertin der inneren Unruhe. Manchmal bin ich an freien Tagen regelrecht im Dreieck gesprungen, weil ich nicht wusste wohin mit mir. Ich hatte tausend Ideen im Kopf, was ich mit meiner freien Zeit anfangen könnte, ich konnte mich nur leider auf nichts so recht konzentrieren. Ein sehr unbefriedigendes Gefühl.

Seit etwa einem Jahr verspüre ich diese innere Unruhe nur noch äußerst selten. Ich empfinde meine freie Zeit als ziemlich erfüllend, kann mich ganz einer Sache hingeben und Entspannung total genießen. Wie ich das geschafft habe? Yoga sei Dank!

Du willst dich auch endlich auch von deiner inneren Unruhe verabschieden? Dann kommen hier vier Gründe, warum du das mit Yoga schaffen kannst.

1) Yoga lehrt dich zu atmen

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich anfangs meine innere Unruhe ganz häufig mit in die Yogastunden getragen habe, muss ich etwas grinsen. Von der Arbeit bin ich quer durch die Stadt gehetzt um pünktlich beim Yogastudio anzukommen. In der Umkleide bin ich dann ganz schnell in mein Yogaoutfit geschlüpft und habe mich dann „zack zack“ auf die Matte geschmissen. Und da lag ich mit wild klopfendem Herzen, einem Kopf voller Gedanken, einem Adrenalinspiegel wie beim Achterbahnfahren und knurrendem Magen (ok ich geb’s zu, das kommt heute auch noch ab und an vor).

Trotz dieser ‒ sagen wir etwas „ungünstigen“ ‒ Umstände hat es meine Yogalehrerin dann tatsächlich jedes Mal geschafft, mich innerhalb der ersten zehn Minuten in einen Entspannungsmodus zu versetzen.

Das lag vor allem am tiefen Atmen. Denn tiefes Atmen entschleunigt sofort. Probiere es mal aus. Atme vier Sekunden lang tief ein und genau so lange wieder aus. Und schon bist du ruhiger.

Im Vinyasa-Yoga machst du das nicht nur einmal, du atmest ein bis zwei Stunden so tief ein und aus und verbindest jede einzelne Bewegung mit deinem Atem. Dein ganzes Nervensystem fährt dadurch runter, deine Lungenkapazität steigert sich und das Wichtigste: dein Geist wird ruhig. Tiefes Atmen ist für ihn ein Zeichen, dass gerade keine Gefahr droht und dass er ganz im Moment sein darf.

2) Grenzen spüren

Yoga bringt dich in deinen Körper. Und das nicht nur, weil es anstrengend ist. Nein, du wirst achtsamer. Indem du mindestens eine Stunde lang immer wieder aufgefordert wirst, in deinen Körper zu spüren, zu fühlen, wo deine Grenzen sind und diese zu respektieren, lernst du immer mehr, wirklich wahrzunehmen, wie du dich heute fühlst, ob dir nach Schwitzen, nach Dehnen oder einfach nach tiefer Entspannung ist.

Mir war das anfangs egal. Ich wollte einfach „Sport“ machen, obwohl sich mein Körper nach den langen Arbeitstagen meist nur nach Ruhe gesehnt hat.

Meine Yogalehrerin hat das meinem Körper zum Glück angesehen. Wenn es ganz schlimm war mit meinem Stress, dann hat sie mich einfach einen Großteil der Stunde in der Stellung des Kindes verbringen lassen. Und auch wenn mich das manchmal geärgert hat, weil ich ja gekommen war um mich zu bewegen, war das die heilsamste Methode um mich zu entschleunigen. Nur so konnte mir bewusst werden, dass mein Körper gerade vielleicht etwas völlig anderes braucht, als mein Kopf wahrhaben möchte.

So hat mir Yoga geholfen, immer mehr aus dem Bauch heraus zu entscheiden, was jetzt gerade das Richtige für mich ist und konsequent für meine Grenzen einzustehen. Das hat auch meinen Alltag verändert und bedeutete ganz konkret, dass mir meine Mittagspause heilig wurde, dass ich mir am Wochenende immer öfter erlaubt habe, mich ohne schlechtes Gewissen NICHT zu verabreden, bei Krankheit wirklich Zuhause zu bleiben usw.

Der magische Effekt: Durch diese kleinen Veränderungen ist man insgesamt nicht mehr so überfordert und gestresst  im Alltag und dadurch verabschiedet sich auch Stück für Stück die innere Unruhe immer mehr aus dem Leben.

3) Im Fluss sein

Im Vinyasa-Yoga fließt man durch die Haltungen und bewegt sich dabei sehr dynamisch. Dieses „Fließen“ liebe ich so am Vinyasa-Yoga denn man bekommt ein Gefühl dafür was es bedeutet „im Flow“ zu sein.

Dieses „im Fluss sein“ kann man auf das ganze Leben ausdehnen, indem man zu jeder Erfahrung die man macht bedingungslos JA sagt. Beginnen wir zu zweifeln, zu zögern, uns von der Angst ablenken zu lassen, sind wir nicht mehr im Flow.

Im Fluss sein bedeutet, dass du nicht hinterfragst warum du etwas erlebst, sondern dass du Erfahrungen hundertprozentig zustimmst und dich fragst, was du daraus lernen kannst. Indem du so auch zu schwierigen Situationen und Erfahrungen ja sagst, sagst du JA zum LEBEN. Denn meist lernen wir aus diesen Situationen am meisten und entwickeln uns dadurch am schnellsten.

4) Savasana ‒ Stille

Der mit Abstand wichtigste Punkt, wenn du deine innere Unruhe wirklich loslassen möchtest, ist zu lernen, in Stille mit dir zu sein.

Wir haben so große Angst davor, mit uns alleine zu sein, dass wir uns oft von morgens bis abends mit Musik, Podcasts, Serien oder Sonstigem beschallen. Mir ging es auch lange so. War ich alleine, habe ich mich einsam gefühlt und mich viel zu viel verabredet oder Dinge getan, nur um nicht mit mir sein zu müssen. Die Angst war zu groß, dass dann Gefühle hochkommen könnten, die unangenehm sind und mich womöglich überwältigen. Mir war nicht klar, dass man lernen kann, Gedanken und Gefühle zu beobachten ohne dass sie einen gleich komplett fluten.

Die Entspannung am Ende einer Yogastunde – Savasana – hat mir sehr geholfen, die Stille nach und nach kennen- und lieben zu lernen. Hilfreich bei Savasana ist, dass man vorher durch Yoga so tief in den Körper eingetaucht ist, dass der Geist schon ziemlich ruhig geworden ist. Savasana ist also ein guter Einstieg, wenn man Meditation lernen möchte.

Wenn du vertrauter mit der Stille wirst merkst du auch, dass Stille alles andere als langweilig ist. In der Stille findest du Antworten auf Fragen, die dich bewegen, du kommst dir selbst näher, lernst deinen ganz eigenen Kern kennen und bekommst immer mehr Zugang dazu, was in deinem Leben wirklich wichtig ist. Das ist aber eine tiefe Erfahrung die jeder nur für sich selbst auf seine ganz eigene Art machen kann. Also, probier es mal aus!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Entdecken deiner inneren Ruhe.

Alles Liebe!

Meike

 

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