Vinyasa Yoga – Komm in den Flow

Yoga und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Das verwundert dich jetzt vielleicht aber zu Beginn war ich echt skeptisch. Zuerst habe ich mich während meiner Studienzeit für „Power Yoga“ beim Hochschulsport angemeldet und dann habe ich einen Kurs in „Slow Yoga“ belegt. Ersteres war mir zu sportlich und Letzteres auf Dauer doch etwas zu entspannt. Erst Vinyasa-Yoga im Yogastudio hat mich dann überzeugt und meine Liebe zum Yoga entfacht

Die Verbindung von Atem und Bewegung war für mich eine Offenbarung, die ich sonst vom Sport nicht kannte. Außerdem hat mir der spirituelle Aspekt in den Vinyasa-Stunden von Beginn an sehr zugesagt. Und auch wenn er anfangs noch nicht greifbar für mich war, so war er doch deutlich spürbar.

Ich wusste damals allerdings noch nicht, dass es sich bei diesem Yogastil um Vinyasa-Yoga handelte, den ich da kennen und lieben gelernt hatte. Die Erkenntnis kam erst deutlich später.

Was Vinyasa-Yoga eigentlich ist und für wen dieser Stil geeignet ist, erfährst du in diesem Artikel.

Der Begriff Vinyasa

Das Sanskrit-Wort Vinyasa setzt sich aus „vi“ (auf bestimmte Weise) und „yasa“ (legen, setzen, stellen) zusammen. Vinyasa bedeutet also, etwas auf bestimmte Art und Weise zu tun. Beim Vinyasa-Yoga geht es darum, sich fließend durch die Haltungen zu bewegen und sich dabei vom Atem tragen zu lassen.

Vinyasa hat allerdings neben der Bezeichnung des Yoga-Stils noch eine weitere Bedeutung. Wenn im Unterricht von „einem Vinyasa“ die Rede ist, ist damit in der Regel die Abfolge herabschauender Hund, Brett, Kobra, herabschauender Hund gemeint.

Vinyasa Yoga

Der Guru Krishnamacharya wird häufig als Architekt des modernen Yoga bezeichnet. Als er Jugendliche unterrichtete, stellte er fest, dass zwischen den bewussten Handlungen ihr Geist schnell abschweifte und der Weg von einer Asana zur darauffolgenden oftmals nicht mehr wahrgenommen wurde. 

So entwickelte er das Konzept, Bewegung und Atem in einen Einklang zu bringen, damit die Präsenz in jedem Moment aufrecht erhalten blieb und seine Schüler auch die Übergänge bewusst erlebten. Er wollte so eine „Meditation in Bewegung“ entstehen lassen.

Dieses Konzept, Vinyasa krama genannt, wurde im Ashtanga Yoga weiterentwickelt und ist in viele moderne Stilrichtungen des Yoga eingeflossen. Während im Ashtanga feste Abfolgen von Asanas (Serien) in jeder Stunde wiederholt werden, ist Vinyasa Yoga freier in der Gestaltung.

Jede Stunde kann völlig andere Abfolgen, beziehungsweise Flows, beinhalten, wobei sich natürlich auch hier die Asanas irgendwann wiederholen. 

Die Asanas bauen im Vinyasa sinnvoll aufeinander auf und es gibt im Verlauf einer Stunde eine Steigerung von mobilisierenden Asanas über dynamische Sonnengrüße bis hin zu einer Hauptasana. Danach wird die Energie wieder etwas ruhiger und die Stunde endet mit dem Savasana, der Endentspannung.

Die gesamte Stunde wird oftmals einem bestimmten Thema gewidmet. So kann in einer Stunde der Schwerpunkt auf ein bestimmtes Chakra, auf die Yamas oder Niyamas (ethische Regeln des Yoga) oder einen anderen Aspekt der Yogaphilosophie gelegt werden.

Es kann aber auch sein, dass der Lehrer ein Thema wählt, mit dem er sich selbst gerade beschäftigt oder die Schüler eine eigene Intention für die Stunde wählen lässt.

Entscheidend beim Vinyasa-Yoga ist der Flow. Man bleibt die ganze Stunde über im Fluss und schenkt jeder noch so kleinen Bewegung Aufmerksamkeit. Dadurch wird man achtsamer und kommt im Idealfall in ein tiefes Spüren des eigenen Körpers.

Dieses „Fließen“ lässt sich wunderbar auf das Leben übertragen. Sind wir im Fluss, dann bauen wir keine Widerstände gegen Veränderung und Wachstum auf, wodurch vieles leichter wird. Wir müssen dann nicht pushen und uns nicht ständig beeilen, sondern können viel mehr geschehen lassen und mehr ins Erleben gehen.

Es gibt verschiedene Ausprägungen des Vinyasa-Yoga. Auch Power-Yoga zählt dazu, legt den Schwerpunkt jedoch mehr auf den sportlichen Aspekt und lässt den spirituellen Bereich außen vor. Weitere Beispiele für Ausprägungen des Vinyasa sind Jivamukti-Yoga, Prana-Flow und Anusara-Yoga. Da sich viele Yoga-Stile gegenseitig beeinflussen und im modernen Yoga häufig vermischt werden, gibt es unzählige weitere Ausprägungen. 

Ujjayi-Atmung

Wichtiger Bestandteil des Vinyasa-Yoga ist die Ujjayi-Atmung (siegreiche Atmung), bei der die Kehle leicht verengt wird, so dass eine Art Meeresrauschen entsteht. Der Atem wird dadurch „gebremst“ und fließt langsamer durch unsere Kehle. Diese Form der Atmung wirkt entschleunigend und der Geist beruhigt sich. Die Ujjayi-Atmung hilft unglaublich, ganz im Hier und Jetzt anzukommen und die Alltagsgedanken gehen zu lassen.

Zudem werden die Atemmuskeln trainiert, das Lungenvolumen vergrößert und der Körper mit Sauerstoff versorgt. Die Lebensenergie (Prana) wird im ganzen Körper verteilt und entfaltet ihre heilsame Wirkung.

Der Flow bekommt durch diese tiefe Atmung seinen Rhythmus und seine Lebendigkeit. Viele fühlen sich nach einer Stunde tiefer Ujjayi-Atmung wie neugeboren.

Vinyasa-Yoga ist für dich geeignet, wenn…

  • du dich gerne dynamisch bewegst und dabei ganz im Moment ankommen möchtest
  • du Lust auf kreative Flows hast und tänzerische Elemente im Yoga toll findest
  • du eine gesunde Körperhaltung bekommen möchtest
  • du deinen Geist beruhigen und tief durchatmen möchtest
  • du sanft und spielerisch deine körperlichen und geistigen Grenzen erweitern möchtest
  • du dich nach tiefer Entspannung sehnst

Vinyasa-Klassen werden meist für verschiedene Level angeboten. Der Stil ist daher sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Yogis geeignet.

Wenn du Vinyasa-Yoga kennen lernen möchtest, kannst du dich sehr gerne für meinen Kurs anmelden oder erstmal zur Schnupperstunde kommen. Alle Infos findest du hier: Vinyasa-Kurs in Münster

Ich wünsche dir viel Freude beim entdecken von Vinyasa-Yoga.

Alles Liebe

Meike

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