Was ich von einem verregneten Wochenende gelernt habe

Im Februar bin ich 30 geworden und um das zu feiern, habe ich für den 1. Juli ein Picknick geplant. Ich wollte mit einigen Freundinnen draußen in der Sonne sitzen, kleine Häppchen essen, Yoga machen, tanzen, Blumenkränze und Traumfänger basteln und den Sommer genießen. Du merkst schon, in meinem Herzen bin ich ein Hippie-Mädchen, das solche romantisch-verspielten Aktionen liebt.

Ich war der festen Überzeugung, dass ich mich Anfang Juli auch in unseren Breitengraden auf eine gewisse Sonnengarantie verlassen kann. In meinem Kopf war dieses Picknick fest mit gutem Wetter verknüpft. Aber das Universum hatte andere Pläne und so hat es am ersten Juliwochenende ordentlich geregnet. 

Abhängigkeit von äußeren Umständen

Einen kurzen Moment dachte ich, jetzt müsste ich enttäuscht sein, da das Wochenende nicht so laufen würde wie ich es geplant hatte. Wir würden nicht im Garten einer Freundin sitzen und draußen Yoga machen, wir würden uns nicht die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und das Essen auf der Picknickdecke genießen. Eine Sekunde lang habe ich sogar darüber nachgedacht, das Ganze abzusagen.

Hätte ich das getan, dann hätte ich mich voll in die Abhängigkeit von äußeren Umständen begeben. Es gibt Dinge, die wir einfach nicht beeinflussen können und dazu zählt nun mal auch das Wetter. Aber wenn wir uns davon abhängig machen, dann steht unser Glück auf sehr wackeligen Beinen und ist ständig in Gefahr.

Eine solche Abhängigkeit beruht meist auf Glaubenssätzen, die in unserem Unterbewusstsein verankert sind und uns in gewohnten Strukturen halten, damit wir uns sicher fühlen. Sie geben uns Orientierung, schränken uns aber häufig auch stark ein.

Der Glaubenssatz, der mich gelenkt hätte, wenn ich das Picknick aufgrund des Wetters abgesagt oder mich in die Enttäuschung begeben hätte, lautet „Nur, wenn die Sonne scheint, wird es wirklich ein toller Tag“.

Diese Glaubenssätze knüpfen unser Glück an Bedingungen und beinhalten meist die Worte „WENN“, „DANN“. Typische Glaubenssätze dieser Art sind „WENN ich mehr Geld verdienen würde, DANN müsste ich mir keine Sorgen mehr machen“, „WENN ich endlich meinen Traumpartner finden würde, DANN wäre ich glücklich“, „WENN ich meinen Traumjob finden würde, DANN könnte ich das Leben genießen“ und so weiter.

Dein Glück – Deine Verantwortung

Die Schlussfolgerungen unserer Glaubenssätze sind allerdings meist ein Trugschluss, da wir nicht automatisch glücklicher werden, wenn sich die äußeren Umstände ändern.

Wenn Du im gegenwärtigen Moment nicht zufrieden bist, dann wird kein Partner, kein Job und auch kein Geld der Welt Dich glücklicher machen, denn das liegt ganz allein in Deiner eigenen Verantwortung.

Das mag erstmal hart klingen, gibt Dir aber auch unglaublich viel Freiheit. Denn wenn Dir das bewusst wird, bist Du unabhängig von jeglichen Umständen und begreifst, dass Du in jedem Moment die Entscheidung treffen kannst, glücklich zu sein mit dem was jetzt gerade da ist.

Früher ist mir das sehr schwer gefallen und auch heute habe ich Tage, an denen ich unzufrieden bin und wieder in das Muster verfalle, zu glauben, wenn die Umstände anders wäre, würde es mir besser gehen.

In solchen Momenten schließe ich meine Augen und frage mich, wofür ich dankbar bin. Dann kann ich wieder wahrnehmen, dass ich in einer wunderschönen Wohnung in einer tollen Stadt in einem wunderbaren Viertel lebe, eine tolle Beziehung habe, dass ich liebevolle Eltern und tolle Freunde habe, dass ich einen Job habe mit dem ich meine Existenz sichern kann, dass ich Yoga unterrichten darf, dass ich gesund bin, dass ich mir jeden Tag die Lebensmittel kaufen kann, auf die ich Lust habe und noch Vieles mehr. Es gibt so wahnsinnig viele Gründe, dankbar zu sein und Dankbarkeit lässt Dich sofort die Fülle in Deinem Leben spüren.

Letztlich ist alles immer eine Frage des Fokus und wir sind leider so trainiert darauf, uns auf den Mangel und all das zu konzentrieren, was NICHT so ist, wie wir es uns wünschen, dass wir all das Wunderbare in unserem Leben schnell übersehen.

Die gute Nachricht ist aber, dass wir unseren Kopf trainieren können und je öfter Du Dich auf das Positive konzentrierst, desto stärker wird diese Verknüpfung und desto leichter wird es Dir in Zukunft fallen, jeden Tag die Fülle zu sehen.

Du hast die Wahl wie Du reagierst

Jetzt aber zurück zu dem Picknick-Wochenende, das ein wunderbares Beispiel dafür ist, wie entscheidend der Fokus ist.

Da ich ja inzwischen gelernt habe, mich nicht von den äußeren Umständen beeinflussen zu lassen, habe ich innerlich einfach einen neuen positiven Glaubenssatz formuliert und zwar war mein Motto: „Ganz egal wie das Wetter wird, ich weiß, dass das Wochenende großartig wird.“

Ich habe also mit meinen Freundinnen im Wohnzimmer eine Decke ausgebreitet, trotzdem das Picknick-Essen zubereitet, alles geschmückt und einfach ein Indoor-Picknick gemacht.

Wir haben drinnen Traumfänger und Blumenkränze gebastelt, hatten großen Spaß und haben über das Wetter keine Sekunde mehr nachgedacht.

Im Nachhinein war es so wahrscheinlich sogar besser, denn ich hätte sonst all das Essen und die Materialien zu meiner Freundin in den Garten transportieren müssen und das wäre ganz schön aufwendig gewesen. So hatten wir alles zur Hand und ich konnte das Picknick ganz entspannt genießen.

Und wer hat sich am Ende des Tages dann doch noch gezeigt? Die Sonne! Es war abends noch so schön, dass wir unsere Blumenkränze noch ausführen und ein Outdoor-Fest besuchen konnten. Zum krönenden Abschluss haben wir dann auch noch draußen in lauer Sommerluft ein wunderschönes Feuerwerk genossen.

Mein positiver Glaubenssatz ist also 100 Prozent aufgegangen und es war ein ganz großartiges Wochenende.

Vielleicht gibt es in Deinem Leben ja auch noch Bereiche, in denen Du Dich von äußeren Umständen abhängig machst? Dann schau mal, welcher „WENN, DANN-Glaubenssatz“ dahintersteckt und formuliere ihn positiv für Dich um. Du wirst überrascht sein, wie unwichtig äußere Umstände werden, sobald Du die Verantwortung für Dein Glück übernimmst.

Berichte mir gerne von Deinen Erfahrungen.

Alles Liebe,

Meike

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