Warum Journaling für mich zum Lebenselexier geworden ist und wie Du auch damit beginnen kannst

Wenn Du mich fragen würdest, welche Gegenstände ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dann würde ich sagen: ein Schreibheft und einen Stift! Für mich liegt inzwischen in diesen beiden Utensilien ein wahnsinnig wertvoller Schatz verborgen.

Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis ich diesen Schatz entdeckt habe. Ich habe zwar auch früher schon Tagebuch geschrieben, aber erst seit meiner Entdeckung des Journalings kann ich mir ein Leben ohne Blatt und Stift nicht mehr vorstellen.

Mein Weg vom Tagebuch schreiben zum Journaling

Hast Du auch früher Tagebuch geschrieben und Dich so richtig schön in Selbstmitleid gesuhlt? Oder hast Du Tagebuchschreiben ein paar Mal ausprobiert und dann aufgegeben, weil es sich irgendwie nicht gut angefühlt hat und Du nicht so richtig den Sinn dahinter entdecken konntest?

Bei mir war Ersteres der Fall. Ich habe kürzlich meine alten Tagebücher aussortiert und als ich die Seiten durchgeblättert habe, sprangen mir auf so vielen Seiten Jammer-, Klage- und Wehleidbekundungen entgegen, dass jeder Fremde beim Lesen den Eindruck kriegen müsste, mein Leben sei früher ein einziges Klagelied gewesen.

Da ich weiß, dass das nicht der Fall ist, kann ich diesen Eindrücken voller Liebeskummer und Einsamkeitsgefühlen meine positiven Erinnerungen an eine sehr kreative und behütete Schulzeit, an Ferien auf dem Ponyhof, eine sehr harmonische erste Beziehung, lustige Erlebnisse mit Freundinnen usw. entgegensetzen. Nur leider habe ich in meinem Tagebuch darauf nicht den Schwerpunkt gesetzt.

Geschrieben habe ich immer nur, wenn es mir nicht so gut ging und ich mich oder andere infrage gestellt habe. Damit habe ich mir keinen großen Gefallen getan, denn je mehr wir unseren Fokus auf die traurigen, schwermütigen und problembehafteten Momente unseres Lebens legen, desto stärker bleiben sie uns im Gedächtnis.

In meiner Studienzeit habe ich dann die Lust an diesem Suhlen in Selbstmitleid verloren und habe das regelmäßige Schreiben einfach ad acta gelegt.

Ich habe aber immer gespürt, dass mir etwas Entscheidendes fehlt. Denn so negativ meine Einträge vielleicht waren, das handschriftliche Schreiben und Reflektieren über eine Gefühle hat mir geholfen, bei mir selbst einzuchecken.

Vor etwa zwei Jahren habe ich dann das Journaling entdeckt. Damals kannte ich den Namen noch nicht und wusste nicht wirklich, was ich da eigentlich tue.

Zunächst habe ich angefangen Morgenseiten zu schreiben. Davon hatte ich in dem Buch  Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität von Julia Cameron gelesen und diese Methode hat mir geholfen, mein Schreiben erstmal nicht zu bewerten, sondern einfach nur fließen zu lassen.

Der nächste Schritt war dann ein Dankbarkeitstagebuch. Durch die Beschäftigung mit Positiver Psychologie habe ich angefangen, abends drei Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin.

So richtig BÄM hat es dann aber erst gemacht, als ich angefangen habe, ganz fokussiert hinsichtlich bestimmter Fragestellungen zu schreiben.

Die Morgenseiten waren darauf eine gute Vorbereitung, denn ich habe gelernt, den Kopf mehr auszuschalten und der Intuition zu folgen. Ich war so fasziniert davon, was da plötzlich aus mir herausfloss und wie viele Antworten bereits in mir steckten. Ich kannte sie einfach nur nicht, weil ich mir nie bewusst mit ihnen beschäftigt hatte.

Die Magie des Journalings

Für mich hat sich durch das Journaling wahnsinnig viel verändert und ich würde behaupten, dass es eines der stärksten Tools für persönliches Wachstum ist. 

Die Magie des Journalings liegt für mich vor allem darin, dass man eine kraftvolle Verbindung zu sich selbst aufbaut und seinen Fokus auf seine innere Kraft, seine Stärken, seine tiefsten Sehnsüchte und wichtigsten Ziele im Leben legt.

Diesen Fokus erhältst Du, indem Du beim Journaling mit Dir selbst in den Dialog trittst und Dir wahnsinnig kraftvolle Fragen stellst. Du kannst diese Fragen auch mit in Deine Meditation nehmen und um Antworten bitten, bei mir funktioniert es aber über das Schreiben besser, da ich so den Verstand besser umgehe und meine Intuition antworten lasse.

Beim Journaling tauchst Du in Deine Seele ein und lässt die Antworten aus Deinem tiefsten Inneren aufsteigen. Das ist so wahnsinnig kraftvoll, denn in dem Moment, in dem Du Deinen Fokus nach innen richtest und Dir selbst essentielle Fragen stellst, hat Deine Seele endlich die Chance, frei von äußeren Einflüssen und Erwartungen zu antworten. Völlig pur und unverfälscht bekommst Du dann Antworten, mit denen Du vielleicht nie gerechnet hättest, die aber voll und ganz Deiner eigenen Wahrheit entsprechen.

Das Journaling hilft Dir, neue Perspektiven zu entwickeln und ganz ehrlich mit Dir selbst zu sein. Du kannst Deine Ängste und Sorgen rausschreiben, Dich selbst ermutigen, herausfinden, wie Du leben möchtest, was für ein Mensch Du sein möchtest, wie Du Dich gerne fühlen und was Du in Zukunft erleben möchtest. Außerdem kannst Du Deine Erfolge feiern und Dir bewusst machen, wofür Du dankbar bist. Du richtest Deinen Fokus also auf Deine Möglichkeiten, Ziele, Sehnsüchte und auf die Fülle in Deinem Leben. Und je öfter Du das tust, desto stärker wird Dein Unterbewusstsein auf diese positiven Aspekte ausgerichtet.

Dadurch wirst Du im Alltag Möglichkeiten schneller wahrnehmen, fokussierter auf Deine Ziele hinarbeiten, Ängste und Blockaden leichter loslassen. Außerdem wirst Du alles was in Deinem Leben schon an Fülle da ist wahrnehmen und genießen, selbstbewusster auftreten und ja, vielleicht sogar Deine kühnsten Träume wahr machen.

Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten des Journalings und unzählige Fragen, die Du Dir stellen kannst. Du kannst täglich, wöchentlich oder monatlich in Deinem Journal schreiben. Du kannst ein Journal für alle Themen verwenden oder Dir zu jedem Thema ein eigenes Journal anlegen (Dankbarkeit, Erfolge, Zukunftsvisionen usw.).

Wie Du mit dem Journaling beginnen kannst

Damit Du ganz leicht mit dem Journaling beginnen kannst und im Meer der Möglichkeiten nicht den Überblick verlierst, hilft es, erstmal ganz simpel zu beginnen und jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit zu den gleichen Themen zu schreiben.

Kaufe Dir ein schönes Notizbuch, das Dir schon beim Anschauen Freude bereitet und lege es Dir neben Deinen Lieblingsplatz in der Wohnung, an dem Du dich am häufigsten aufhältst oder neben Dein Bett. Lege Dir auf jeden Fall direkt einen Stift dazu, denn wenn Du erst aufstehen musst, um einen Stift zu suchen, wirst Du mit dem Schreiben gar nicht erst beginnen. Das kann ich aus Erfahrung sagen :-). Mache es Dir so leicht wie möglich, denn das Ziel beim Journaling ist, dass es Dir Freude macht und zu einer kraftvollen Routine wird.

Beantworte die nächsten vier Wochen erstmal jeden Abend die folgenden Fragen:

– Für welche drei Dinge bin ich heute dankbar?

– Was waren meine heutigen drei größten Erfolge?

– Worauf freue ich mich gerade besonders?

Mögliche Antworten wären:

– Ich bin heute so dankbar dafür, dass die Sonne schien, für die schöne Mittagspause auf dem Markt und für das leckere Abendbrot

– Ich habe heute zwei Yogastunden vorbereitet, die Wohnung aufgeräumt und einen Blogartikel geschrieben

– Ich freue mich auf mein leckeres Frühstück morgen früh, auf den Spaziergang, den ich morgen machen werde und auf den Yogaunterricht morgen Abend.

Beobachte einfach mal, was sich durch die regelmäßige Beantwortung dieser drei Fragen innerlich verändert. Ich bin mir sicher, dass Du schon bald Dein Journal heiß und innig liebst und nicht mehr ohne diese Routine schlafen gehen möchtest.

Ein Buch, dass Du auch für Deinen Journal-Einstieg verwenden könntest, ist das Das 6-Minuten-Tagebuch – Ein Buch, das dein Leben verändert. Ich habe es selbst noch nicht getestet, es scheint aber sehr gute Fragen zu enthalten und den Einstieg und die regelmäßige Routine sehr zu erleichtern.

Wenn das Schreiben abends für Dich zur Routine geworden ist, kannst Du Dir tagsüber Zeit nehmen und Dir tiefergehende Fragen bezüglich Deines Lebens stellen.

Impulsfragen, die Du Dir stellen könntest:

– Wie sieht ein perfekter Tag für mich aus?

– Bei welchen Aktivitäten vergesse ich die Zeit?

– Was war ein Moment, in dem ich mich wahnsinnig kreativ und inspiriert gefühlt habe?

– Wie sieht mein Leben idealerweise in einem Jahr aus?

– Welche Werte sind mir wichtig?

– Was für ein Mensch möchte ich sein?

– Wie möchte ich die Welt zu einem besseren Ort machen?

– Wie kann ich das Leben anderer Menschen zum Positiven verändern?

– Was macht mich glücklich?

Damit Du intuitiv antwortest, solltest Du nicht lange über die Antworten nachdenken, sondern einfach drauf losschreibst. Du wirst erstaunt sein, welche Antworten auf Dein Papier fließen. Du kannst zu jeder Frage auch öfters schreiben, dadurch werden sich die Antworten natürlich auch im Laufe Deiner Entwicklung verändern.

Journaling ist somit ein wunderbares Tool, dass Dich auf einem Weg begleitet und Dir hilft Dich besser zu fühlen, mehr Klarheit über den Sinn eines Lebens zu erlangen und klarere Visionen für Dein Leben zu entwickeln.

Zum Abschluss habe ich noch etwas ganz Besonderes für Dich vorbereitet. Ich schenke Dir mein Morningglow-Worksheet, das Dir hilft, auch morgens schon positiv und fokussiert in den Tag zu starten. Um das Worksheet zu erhalten, musst Du Dich einfach nur für meinen Love Letter anmelden. Du erhältst dann regelmäßige Impulse, Inspiration und ganz viel Liebe in Dein Postfach. Also trag Dich am besten direkt unten ein!

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Entdecken der Magie des Journalings und freue mich auf Deine Erfahrungsberichte.

Alles Liebe,

Meike

 

 

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