Erschaffe dir ein Leben, von dem Du keine Erholung brauchst

Erwischst Du dich manchmal dabei, dass Du gedanklich schon im nächsten Urlaub bist? Zählst Du die Tage, bis Du deinem Alltag endlich den Rücken kehren und so richtig ausspannen kannst? Ich kann Dich verstehen! Während meines Jobs am Theater ging es mir auch oft so. Am Ende der Saison waren wir meist alle so ausgelaugt, dass wir für jeden vergangenen Arbeitstag dankbar waren. Aber nur weil es vielen Menschen so geht, heißt das nicht, dass das der Normalzustand sein sollte.

Wenn man bedenkt, dass Du etwa 30 Tage im Jahr Urlaub hast, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass Du 335 Tage ohne Urlaub auskommen musst. Wenn Du das Gefühl hast, dass diese 335 Tage eher eine Qual und die restlichen 30 Urlaubstage das Highlight Deines Jahres sind, dann läuft etwas gewaltig schief!

Und ja, die Erkenntnis, dass Dein Leben nicht so erfüllt ist, wie Du es Dir wünschen würdest, mag erstmal schmerzhaft sein. Aber diese Erkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung. Keine Sorge, es geht auch gar nicht darum, dass Du jetzt sofort Deinen Job kündigst und Dein gesamtes Leben umkrempelst. Und es geht auch nicht darum, nie wieder Urlaub zu machen. Es geht vielmehr darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, an welchen Stellen Du in Deinem Alltag kleine Dinge verändern kannst, damit sich Dein Leben wieder mehr DEINEN Bedürfnissen anpasst statt den Bedürfnissen anderer Menschen.

Diese kleinen Schritte könne in der Summe schon sehr viel ausmachen. Probier es einfach mal aus. Und wer weiß, vielleicht erwischst Du dich schon bald bei dem Gedanken, Dich zuhause zu fühlen wie im Urlaub!

Entspannung fest einplanen

Warum freuen sich die meisten Menschen so sehr auf den Urlaub? Weil sie die Seele baumeln lassen und sich so richtig entspannen können. Denn oft kommt genau dieses Ausspannen im Alltag zu kurz.

Das liegt oftmals daran, dass wir in unseren Kalender vor allem die Termine festhalten, die uns von außen auferlegt werden. Zeiten, in denen wir einfach nur entspannen, halten wir vielleicht im Hinterkopf, für den Fall, dass dafür noch Zeit bleibt. Wir tragen sie jedoch selten in unseren Kalender ein. Fragt dann eine Freundin, ob wir spontan Zeit haben oder fällt uns ein, dass wir noch einkaufen müssen, dann lassen wir unsere ursprünglichen Pläne wieder fallen. Das liegt daran, dass wir unsere eigenen Pläne nicht so ernst nehmen und sie nicht visuell sichtbar in den Kalender eintragen. Auf Dauer macht es allerdings sehr unzufrieden, wenn man sich selbst immer wieder auf später verschiebt und so richtig anwesend bist Du beim Treffen mit Deiner Freundin wahrscheinlich auch nicht, wenn Dir eigentlich gerade nach Ruhe ist.

Schreib Dir doch mal eine Liste mit all den Dingen, die Dich tief entspannen. Das kann sein, dass Du in die Sauna gehst, zuhause Yoga machst, meditierst, eine Entspannungsübung machst, ein Buch liest, malst, bastelst oder spazieren gehst. Und dann plane zu Beginn der Woche für jeden Tag eine dieser entspannenden Tätigkeiten ein. Wichtig ist, dass Du die Zeiten in einen Kalender einträgst und bei Deinen Plänen bleibst. Damit vermittelst Du Dir, dass Du Dir wichtig bist und dich nicht bei jeder erstbesten Gelegenheit wieder hintenanstellst. Wenn Du an einem Tag nicht viel Zeit hast, reicht es auch, einen zehnminütigen Spaziergang in der Mittagspause oder eine halbe Stunde Zeit zum Lesen am Abend einzuplanen. Du wirst erstaunt sein, wie viel so kleine Zeiträume ausmachen können.

Mit allen Sinnen genießen 

Im Urlaub legen wir oft unsere Alltagsstrenge ab und erlauben uns, mit all unseren Sinnen zu genießen. Wir essen genüsslich Eis, lauschen verzückt dem Meeresrauschen, Staunen über schöne Häuserfassaden, schlendern durch Museen und genießen die Sonne auf unserer Haut.

Aber wer sagt, dass wir in unserem Alltag diesen Genussmenschen in uns verabschieden müssen und nicht genau die Dinge tun können, die wir im Urlaub tun?

Wie wäre es zum Beispiel in der Mittagspause mit einem Stück Erdbeerkuchen auf einer Bank in der Sonne oder nach Feierabend mit dem Besuch eines tollen Museums in Deiner Stadt, mit einem Spaziergang im Wald, bei dem Du dem Blätterrauschen lauschst und die frische Luft auf Deiner Haut genießt? Nur weil Du das sonst nie getan hast, heißt es nicht, dass es nicht erlaubt wäre, das Leben auch im Alltag zu genießen.

Am besten planst Du solche Aktivitäten gleich im Anschluss an Deine Arbeit ein, denn einmal zuhause angekommen fällt es oft schwer sich nochmal aufzuraffen.

Den Stresspegel senken

Ich glaube am meisten genießen viele Menschen im Urlaub, dass sie dem Stress entkommen. Wenn der Stresspegel aber zuhause sehr hoch ist, wird es dir wahrscheinlich auch im Urlaub nicht so gut gelingen, Dich zu entspannen. Viel wichtiger wäre dann zu schauen, wie Du das Stresslevel langfristig wieder absenken kannst.

Dafür ist es wichtig, Dich zu fragen, woher der Stress kommt. Lässt Du Dich von anderen stark unter Druck setzen? Willst Du irgendjemandem oder dir selbst beweisen, dass Du dauerhaft ein hohes Niveau an Stress aushalten kannst?

Lösungen können sein, dass Du mit den entsprechenden Personen sprichst und ehrlich sagst, dass Dir der Druck auf Dauer zu heftig ist. Oder Du schaust, wo Du Dir selbst Druck machst, der vielleicht gar nicht nötig wäre.

Ich kenne das Gefühl von dauerhaftem Stress sehr gut und für mich war es sehr wichtig, mir einzugestehen, dass ich so nicht leben möchte. Erst als ich so ehrlich zu mir war, konnte ich schauen, wie ich die Situation Schritt für Schritt verändere. Und dazu gehörten Entscheidungen wie meinen Job im Theater aufzugeben, während der Yogaausbildung nicht noch nebenher zu arbeiten und auch jetzt immer wieder bewusst zu schauen, wie viel Yogaunterricht und Nebenjobarbeit sich für mich gut anfühlt und wann es mir zu viel wird. 

Du darfst Dir erlauben, dich gegen das „normale“ Stresslevel dieser Gesellschaft zu entscheiden und für Dich selbst herausfinden, wo Deine Grenze ist.

Deine Bestimmung leben

Jetzt kommen wir doch noch zum Beruf und zu der Frage, ob der Job, den Du machst, der Richtige für Dich ist.

Wenn Du Dich meistens auf Deine Arbeit freust, Du ständig neue Ideen für Projekte hast, Du das Gefühl hast, dass Dein Job Sinn macht und Dich erfüllt, dann hast Du wahrscheinlich trotzdem Lust auf Urlaub, aber nicht, weil Du aus Deinem Alltag flüchten möchtest, sondern eher, weil Dich eine Auszeit inspiriert und die Kirsche auf dem Sahnekuchen ist. 

Wenn Du dich aber morgens schon auf Deinen Feierabend freust, Deine Laune während der Arbeit kontinuierlich sinkt und Du die Tage bis zum Wochenende zählst, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Dein Traumjob noch woanders auf Dich wartet und Du dein Glück vom nächsten Urlaub abhängig machst. Die Auszeit ist dann sozusagen ein kleines Sahnetörtchen auf einer großen Kuchenplatte, auf der es ansonsten sehr karg aussieht.

Keine Panik, selbst dann musst Du nicht direkt kündigen (es sei denn, Du verspürst schon lange das Bedürfnis danach, dann kann ich Dir den Blog freeyourworklife empfehlen). Manchmal müssen nur ein paar Stellschrauben verändert werden, damit die Freude in Deinen Beruf zurückkommt. Am besten machst Du es Dir mit ein paar Kerzen, einem Glas Wein und Deinem Journal gemütlich und schreibst zu den folgenden Fragen:

– Was habe ich mir erhofft, als ich meinen Job damals angenommen habe?

– Welche Aufgaben machen mir Freude?

– Was kann ich tun, um wieder mehr Freude bei der Arbeit zu empfinden?

– Welches Projekt würde ich gerne machen?

– Welche Kollegen mag ich gerne?

Wenn Du Deine Antworten hast, dann schau mal, wie Du die Dinge umsetzen kannst. Vielleicht kannst Du Deinem Chef das Projekt vorschlagen, dass Du gerne umsetzen würdest. Oder Du kannst dich mit deinen liebsten Kollegen zusammentun und gemeinsam überlegen, wie ihr die Atmosphäre bei der Arbeit verbessern könnt. Und wenn Du Antworten bekommen hast, wie Du wieder mehr Freude bei der Arbeit empfinden kannst, dann nimm sie ernst und handle danach.

Wenn Du noch nicht weißt, was Deine Bestimmung ist, dann ist das nicht schlimm. Versuche immer wieder reinzuspüren, was Dir Freude macht und was Du den Menschen gerne vermitteln würdest. Erlaube Dir, diese Dinge immer mehr zu tun. So kommst Du Deiner Bestimmung Schritt für Schritt auf die Spur.

Ich wünsche Dir ganz viel Freude beim Erschaffen eines Lebens voller Genuss, Freude und Entspannung.

Alles Liebe!

Meike

 

 

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