Yoga – (m)ein Weg zum inneren Wandel. Dreijahresrückblick

Kennst Du das Gefühl, zurückzublicken und das Gefühl zu haben, es hätte sich in deinem Leben kaum etwas verändert?

Obwohl es bei mir große Umbrüche gab, hat mich in letzter Zeit eine innere Ungeduld gepackt und der Glaube, ich käme einfach nicht schnell genug voran. Die liebe Silja von Glücksplanet hat mir dazu geschrieben, dass wir oft überschätzen, was wir in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, wie viel in drei Jahren möglich ist.

Ich habe daraufhin überlegt, wo ich vor drei Jahren stand und dabei ist mir klar geworden, wie viel in den letzten drei Jahren in meinem Leben passiert ist. Die wichtigste Veränderung bestand darin, dass ich mich auf den Weg zu einer inneren Reise gemacht habe, die bei mir mental eine ziemliche Transformation hervorgerufen hat.

Und auch wenn sich rein äußerlich Dein Leben nicht sofort um 180 Grad wendet, wenn dieser innere Wandel einmal eingesetzt hat, gibt es kein Zurück mehr.

Um Dich zu ermutigen, ebenfalls diese innere Reise anzutreten, möchte ich diesen Rückblick gerne mit Dir teilen.

Wo stand ich vor drei Jahren?

Vor drei Jahren habe ich mein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und stand kurz vor meinem ersten Job als Volontärin für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit und Dramaturgie in einem Theater in Münster. Ich war glücklich darüber, in meiner Studentenstadt bleiben zu können, einen Job im Kulturbereich gefunden zu haben und ich habe mich auf die neuen Erfahrungen sehr gefreut.

Ich hatte absolut keine Ahnung, dass die Zeit am Theater mich auf eine ziemlich harte Probe stellen und mich gleichzeitig auf meinen ganz eigenen Weg schubsen würde.

Die ersten Wochen im Theater war ich einfach nur euphorisch. Ich fand meine abwechslungsreichen Aufgaben großartig und ich fand es toll, sofort so viel Verantwortung übertragen zu bekommen. Schon zwei Monate nach Beginn des Jobs sah das allerdings etwas anders aus. Wir sind mit dem Theater in neue Räumlichkeiten gezogen und alle sind auf Hochtouren gelaufen, um das neue Theater rechtzeitig eröffnen zu können. Bereits nach wenigen Wochen war ich schon ziemlich ausgelaugt und aufgerieben aber ich dachte, das wäre nur eine vorübergehende Phase und das Arbeitspensum würde sich noch einpendeln.

Yoga – Der Beginn der Veränderung

Kurz nach Beginn des Volontariats kam Yoga in mein Leben und damit setzte ganz langsam und unbemerkt eine Bewusstseinsveränderung ein. Es waren kleine zaghafte Schritte zu einer bewussteren Wahrnehmung von mir selbst.

Im ersten Yogasutra heißt es „atha yoga anushasanam“ – „Nun ist es soweit: Die Einführung in Yoga beginnt“. Wenn Du dich einmal diesem Weg geöffnet hast, dann gibt es kein Zurück mehr.

Stell Dir das Bild von einer Raupe vor, der langsam bewusst wird, dass es Zeit wird, ein Schmetterling zu werden. Die Transformation beginnt zunächst ganz unsichtbar aber wenn die Raupe einmal weiß, dass es Zeit wird, dann kann diese Verwandlung durch nichts mehr aufgehalten werden.

Ich hatte mich auch vorher schon viel reflektiert und mich mit Spiritualität auseinandergesetzt. Das ist jedoch viel auf mentaler Ebene abgelaufen und mir hat die tatsächliche Erfahrung gefehlt. Nur weil wir intellektuell etwas verstehen, heißt das noch lange nicht, dass es in unser Bewusstsein gesunken sind.

Yoga ist so kraftvoll, weil uns immer wieder die Erfahrung von uns selbst und von tiefer Spiritualität erlaubt. Wir können tiefe Wahrheiten erfahren, die uns in der Gesellschaft nicht vermittelt werden, an die uns unser Herz aber erinnert, wenn wir sie hören und in unsere Praxis mitnehmen.

Yoga ist also tiefes Verstehen auf der körperlichen Ebene und der Ebene Deines spirituellen Geistes, das Wissen bleibt nicht auf mentaler Ebene „stecken“.

Ich habe beim Yoga gelernt, dass es wichtig ist, meine Grenzen zu achten, mir Ruhe zu erlauben und liebevoll mit mir umzugehen.

Meine Außenwelt stand allerdings im starken Kontrast zu diesen Erfahrungen, die ich auf meiner Matte machte.

Im Theater herrschte häufig ein ziemlich raues Klima und Selbstausbeutung stand oftmals an der Tagesordnung. Aus Liebe zur Kunst und aus dem alten Glauben, Arbeit sei nun mal anstrengend, fügte ich mich in das System und spielte das Spiel mit. Ich setzte bei der Arbeit immer mehr eine Maske auf und spürte innerlich, wie mein ganzer Körper rebellierte.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kunst und Kultur nach wie vor und die Arbeit an sich hat mir wahnsinnig viel Freude bereitet. Aber die Bedingungen waren katastrophal und irgendwann war der Punkt erreicht, an dem klar war, dass es SO nicht mehr weitergeht.

Der Neuanfang – Schritte ins Ungewisse

Es war jedoch nicht klar, WIE es genau weitergehen soll und ich glaube das ist genau der Punkt, der so vielen Menschen Angst macht und sie lieber in unerträglichen Zuständen verharren lässt, als den Schritt ins Ungewisse zu wagen.

Ich kann die Angst gut verstehen aber ich kann Dir aus eigener Erfahrungen sagen, dass sich völlig neue Türen öffnen, wenn Du vertraust und den ersten Schritt gehst.

Ich wusste, dass ich von diesem intensiven Job mein ganzes System erstmal wieder zur Ruhe und zu mir selbst kommen musste und nicht direkt in den nächsten Job starten konnte.

Ich weiß noch genau, wie ich mir erlaubt habe, einfach mal wild herum zu phantasieren, was ich gerne machen würde und mir plötzlich der Gedanke kam, Entspannungstrainerin zu werden. Mein Bedürfnis nach Entspannung war wohl ziiiiemlich groß ;-).

Ich begann zu recherchieren und mehr noch als eine Ausbildung zur Entspannungstrainerin ist mir eine Yogaausbildung ins Auge gesprungen.

Dann ging alles sehr schnell. Ich habe einen Termin für ein Infogespräch verabredet, bin zu einer Infoveranstaltung im Yogastudio gegangen und habe auf mein Bauchgefühl gehört, das ganz laut „JA“ gerufen hat.

Ein halbes Jahr später habe ich das Theater verlassen und meine Ausbildung zur Yogalehrerin begonnen – ohne auch nur einen Hauch von Ahnung zu haben, wie es weitergehen würde.

Türen öffnen sich wenn Du vertraust

Durch Yoga hatte ich aber bereits mein Urvertrauen wiedergefunden, das in dem unerklärbaren Wissen besteht, dass sich alles fügen wird.

Und so öffneten sich noch während der Ausbildung Türen, von denen mir selbst gar nicht klar war, dass es sie gibt. So hat mich mein früherer Yogalehrer gefragt, ob ich in seinem Yogastudio unterrichten möchte und ich durfte direkt mit meinem ganz eigenen Kurs starten.

Kurz darauf wurde ich gefragt, ob ich in der Bezirksregierung einen Kurs übernehmen möchte und zudem habe ich einen schönen Raum in meiner Nähe gefunden, in dem ich bereits meinen ersten Kurs gegeben habe.

Damit aber noch nicht genug: Genau in dem Moment, als ich es brauchte, habe ich einen Teilzeitjob in einem Modegeschäft gefunden und stehe so schon recht stabil auf meinen noch etwas wackeligen Selbstständigkeits-Beinen.

Das Außen spiegelt das Innen

Das sind die äußeren Türen, innerlich kann ich nicht mehr zählen, wie viele Türen sich in den letzten drei Jahren geöffnet haben.

Ich hatte so viele starre Konzepte vom Leben im Kopf und hatte so viele Ängste, da mir mein Urvertrauen in meiner Jugend abhandengekommen war.

Durch Yoga und durch das exzessive Lesen von Persönlichkeitsentwicklungs-Büchern und -Blogs sowie das Hören unzähliger Podcasts haben sich meine Gedanken in den letzten drei Jahren extrem verändert. Inzwischen bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir Menschen auf dieser Erde sind, um in absoluter Fülle zu leben und das Mangeldenken eine Illusion ist.

Um darauf genauer einzugehen, braucht es mindestens einen ganzen Blogbeitrag. Ich möchte an dieser Stelle nur zum Ausdruck bringen, dass ich wahnsinnig dankbar dafür bin, dass ich innerlich in den letzten drei Jahren so stark wachsen durfte. Es ist so wichtig, dass wir diese äußerlich erstmal unsichtbare Entwicklung wertschätzen, denn erst wenn wir uns innerlich weiterentwickeln und verändern, kann sich auch unsere Außenwelt verändern.

Zukunftspläne

Inzwischen habe ich auch Pläne, wie es weitergehen soll. Hinter den Kulissen wird gerade viel Inspiration gesammelt und an Konzepten gefeilt und ich freue mich schon so sehr auf alles, was ich nach und nach in die Welt bringen werde. Mehr kann ich noch nicht verraten, nur so viel: Es wird magisch!

Im Herbst beginne ich zudem eine NLP-Ausbildung und ich bin jetzt schon voller freudiger Erwartung, was ich dabei alles lernen werde. Ich weiß, dass sich auch dadurch wieder neue Türen öffnen werden und meine Intuition mich sicher leiten wird.

Ich spüre, dass ich mich mit jedem Schritt weiterentwickle, den ich auf meinem ganz eigenen Weg gehe und so Stück für Stück in die Person wachse, die ich gerne sein möchte.

Ich kann also im Rückblick auf die letzten drei Jahre sagen, dass ich meinen bisher größten Entwicklungsschritt gegangen bin und diese Jahre wahnsinnig wertvoll für mich waren.

Wenn Du vielleicht auch gerade glaubst, auf der Stelle zu treten, dann wirf doch auch einmal einen Blick 3 Jahre in die Vergangenheit und schau vor allem nicht nur auf Deine äußere Entwicklung, leg den Fokus mal ganz bewusst darauf, was sich in Deinem Inneren verändert hat.

Wenn Du den Wandel im Inneren als Deine Priorität siehst, dann wird sich Dein äußeres Leben nach und nach ganz automatisch Deiner Innenwelt anpassen. Du musst dann nicht mehr hetzen und dich beeilen, Du kannst dann vertrauen, dass sich alles fügen wird.

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deinem Rückblick und Deinen Erkenntnissen.

Wenn Du jemanden kennst, dem dieser Artikel helfen könnte, teile ihn sehr gerne! Außerdem freue ich mich über jede Nachricht (kontakt@yogalifeandsoul.de) oder Kommentare, da ich gerne engen Kontakt zu Euch als meinen Lesern haben und wissen möchte, was Euch bewegt. Ihr könnt mir schreiben, zu welchen Themen ihr Euch Artikel wünscht, mir ehrliches Feedback geben oder einfach nur so „hallo“ sagen. Ich werde auf jeden Fall antworten!

Alles Liebe!

Meike

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