Einfach mal machen – wie Du aus dem Kopf ins Handeln kommst

Hast Du schon lange eine Idee, die Du gerne umsetzen möchtest aber irgendwie steckst Du in Deinem Kopf fest und kommst einfach nicht ins Handeln? Oder hast ständig neuen Ideen und bist inzwischen ziemlich frustriert, weil Du bisher keine einzige dieser vielen wunderbaren Ideen umgesetzt hast?

Ich kenne dieses unbefriedigende Gefühl sehr gut. Mir mangelt es eigentlich nie an Ideen, aber sobald ich an die Umsetzung denke, grätscht mir eigentlich immer mein Verstand dazwischen und erzählt mir, dass ich dafür keine Zeit habe, dass mir die nötigen Fähigkeiten fehlen, um die Idee umzusetzen oder dass die Idee an sich Quatsch ist.

Warum der Verstand das macht? Er meint es nicht böse. Er möchte uns in unseren gewohnten Strukturen halten, denn alles was unbekannt ist, wird vom Verstand grundsätzlich erst einmal in die Kategorie „gefährlich“ eingestuft.

Kürzlich ist es mir jedoch gelungen, meinen Verstand auszutricksen und eine Idee von mir einfach mal umzusetzen. Ich hatte die Idee, Yoga in der Natur am Aasee in Münster anzubieten und habe diese Idee entgegen all meiner inneren Befürchtungen und Widerstände innerhalb kürzester Zeit erfolgreich in die Tat umgesetzt. Das Ergebnis war großartig.

Heute möchte ich Dich an meinen Learnings teilhaben lassen und Dir in diesem Artikel zeigen, wie Du endlich ins Handeln kommen und Deine wunderbaren Ideen endlich in die Welt bringen kannst. Denn die Welt braucht viel mehr Menschen wie Du, die ihre Ideen für eine bessere, schönere, nachhaltigere Welt einfach mal umsetzten und ihre Schöpferkraft endlich für ihre Kreativität und ihre Visionen einsetzen.

Folge Deinen Impulsen

Bevor es ganz konkret wird, möchte ich Dir eine kleine Vorübung mitgeben, die Dir helfen wird, mehr ins spontane Handeln zu kommen. Um unseren Verstand zu umgehen und unserem Herz mehr Raum zu geben, ist es wichtig, dass wir schon in kleinen Alltagshandlungen das Signal „Herz über Kopf“ setzen.

Da wir eine Generation sind, die es gewohnt ist, dass der Alltag in der Schule, im Studium oder in der Ausbildung und später im Job ganz stark von außen geregelt und strukturiert wird, haben wir uns daran gewöhnt, von unserem Verstand gelenkt zu werden und unsere spontanen Impulse zu unterdrücken.

Damit unterdrücken wir aber auch unsere Intuition, die als innerer Kompass am besten weiß, was in welchem Moment für uns am besten ist, auch wenn der Verstand es mit seiner Logik nicht nachvollziehen kann.

Was das mit dem Thema „ins Handeln kommen“ zu tun hat? Wenn wir uns auf unsere Intuition verlassen, kommen wir wieder mehr in einen tiefen Lebensflow und beginnen, nicht mehr zu hinterfragen, ob wir eine Idee umsetzen sollten oder nicht, sondern folgen unseren Impulsen und tun es einfach. Der Verstand hat gar nicht mehr die Chance, uns aus dem Konzept zu bringen, weil wir ganz im Einklang mit unserem Körpergefühl und unserer inneren Weisheit handeln. Dadurch wird es auf Dauer viel leichter, in kreative Schaffensprozesse zu kommen.

Um deine Intuition wieder zu stärken kannst Du in den nächsten Tagen oder Wochen einfach mal auf deine inneren Impulse achten. Erstmal geht es nur darum, zu beobachten, welche Signale Du von Deinem Körper bekommst, was Du gerade tun solltest. Nimm einfach mal wahr, welche Antennen da aktiv werden und wo Du die Impulse im Körper spürst (meist im Bauch- oder Herzraum).

Im zweiten Schritt kannst Du dann anfangen, diesen Impulsen zu folgen. Wenn Du zum Beispiel den Impuls hast, auf dem Rückweg von der Arbeit noch an einem See oder einer Wiese Halt zu machen, dann folge diesem Bauchgefühl und hinterfrage es einfach mal nicht. Du wirst mit der Zeit merken, dass Dein Verstand dir nicht mehr so oft Deine spontanen Impulse ausredet und dich einfach mal machen lässt.

Ich hatte zum Beispiel kürzlich den Impuls, in eine Kirche zu gehen und eine Kerze anzuzünden. Mein Verstand wollte schon ansetzen, mir diese Idee auszureden, schließlich gehe ich sonst auch nicht in Kirchen, was ich denn da wolle und so weiter und so fort… Ich habe ihn aber gar nicht zu Wort kommen lassen und bin einfach meinem Impuls gefolgt. Auch wenn sich dadurch im Außen erstmal nichts Großes verändert hat, war es ein kurzer Moment der Stille und Einkehr für mich und ich war anschließend wieder viel mehr bei mir. Allein dafür hat es sich absolut gelohnt.

Probier es einfach mal aus und achte drauf, wo Deine Intuition dich im Alltag so hinführt.

Deine Ideen sind kein Zufall

Kommen wir jetzt zu den konkreten Schritten, um Deine Ideen umzusetzen. Mache Dir erstmal klar, dass Du die Ideen nicht umsonst hast und es einen ganz bestimmten Grund dafür gibt, dass Du mit so vielen kreativen Ideen gesegnet bist. Und der Grund ist nicht, dass diese Ideen immer wieder verworfen werden. Die Ideen sind zu Dir gekommen, damit genau Du ins Handeln kommst und sie in die Welt bringst.

Trotzdem ist es nicht möglich, immer alle Ideen, die uns kommen sofort umzusetzen. Das ist auch gar nicht nötig. Manche Ideen müssen noch etwas reifen und andere Ideen gefallen Dir vielleicht auch nach kurzer Zeit schon nicht mehr. Das ist absolut okay und normal.

Wenn Dir also das nächste Mal eine Idee kommt, ist es sehr hilfreich, sie erst einmal aufzuschreiben. Am besten legst Du dir eine Datei oder einen Schuhkarton für all deine Ideen an.

Wenn Du jetzt aber für eine Idee den starken Impuls spürst, dass Du sie gerne umsetzen möchtest und alleine beim Gedanken an die Umsetzung Freude empfindest, dann ist es Zeit, diesem Gefühl wirklich nachzugehen.

Lege einen konkreten Zeitpunkt fest

Bei meiner Idee, Yoga draußen anzubieten, war der Vorteil, dass ich durch das Klima zeitlich an den Sommer gebunden war. Ich hatte also als mir die Idee im Mai kam bereits den zeitlichen Druck und konnte meine Idee nicht aufschieben.

Also habe ich in meinem Kalender Daten rausgesucht und sie dann auf meiner Seite veröffentlicht. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Schritt, denn in dem Moment, in dem Du ein Datum veröffentlichst, gibt es im Prinzip kein Zurück mehr. Das ist der Vorteil bei Ideen für Veranstaltungen wie Kurse, Workshops usw..

Aber auch wenn sich Deine Idee nicht auf Deine Selbstständigkeit oder Deinen Beruf bezieht und Du eine Idee für ein nachhaltiges Projekt oder eine ehrenamtliche Tätigkeit hast oder wenn Du einfach nur unbedingt mal wieder malen, etwas basteln oder für Deine Freunde ein Lagerfeuer, Picknick oder eine 20er Jahre-Party organisieren möchtest, ist das Setzen eines konkreten Termins der wichtigste und absurderweise manchmal auch der schwierigste Schritt.

Sobald dieser Termin in deinem Kalender steht, nimmt auch dein Verstand deine Idee ernster und stempelt sie nicht länger als Träumerei ab.

Dein Verstand weiß dann auch, dass Du bis zu diesem Tag Materialien besorgen und alle Vorbereitungen tätigen musst, die für die Umsetzung nötig sind.

Binde andere Menschen mit ein

Wenn bei Deiner Idee nicht ohnehin andere Menschen einbezogen sind, überlege Dir, ob Du nicht trotzdem Freunde einbeziehen möchtest. Wenn Du zum Beispiel etwas basteln oder malen möchtest, könntest Du einfach Freunde einladen, mitzumachen.

Auch wenn Du ein Projekt planst, kannst Du deine Freunde einbeziehen und zu einer Brainstorming-Session bei Kaffee und Keksen einladen.

Das macht es für deinen Verstand leichter, den Termin für deine Idee nicht spontan wieder zu canceln. Außerdem kann es unglaublich schön sein, mit anderen Menschen gemeinsam kreativ zu werden.

Bei manchen Ideen ist es aber eventuell auch kontraproduktiv, andere Menschen einzubinden. Ich möchte zum Beispiel bald Meditationen aufnehmen und dafür brauche ich einfach viel Ruhe.

Auch wenn Du einen Blog starten oder ein Buch schreiben möchtest oder etwas Ähnliches planst, darfst Du da ganz alleine voll in den kreativen Prozess eintauchen, ohne dass andere Menschen anwesend sind.

Du kannst dennoch andere Menschen einbinden, indem Du ihnen von Deiner Idee erzählst. Generell ist es sehr wichtig, dass Du beginnst, über Deine Ideen zu sprechen. Denn solange sie nur in Deinem Kopf abgespeichert sind, denkt auch hier Dein Verstand, dass Du sie sowieso wieder verwirfst – da er diese Erfahrung ja bisher auch gemacht hat. Beginnst Du aber, über Deine Ideen zu sprechen, werden sie konkreter und Dein Verstand muss sich langsam damit anfreunden, dass Du sie bald ins Leben bringst.

Sei spielerisch und naiv

Wenn jetzt der Moment gekommen ist und Du mit der Umsetzung Deiner Idee beginnst, lass Deinen Perfektionismus erstmal komplett los. Spiel einfach nur erstmal mit der Idee herum und schau, welche Impulse Dir kommen.

Ideen lieben es, wenn sie spielerisch behandelt werden und dazu zählt auch eine gesunde Portion Naivität. Die meisten Visionäre werden erstmal für naiv gehalten, weil ihre Gedanken und Ideen für die meisten Menschen utopisch gelten. Bis sie dann Realität geworden sind.

Sobald Du deine Idee perfektionistisch angehst, wirst Du zudem die Freude daran verlieren und die Idee wieder verwerfen. Das war auch schon bei mir ganz oft der Grund dafür, dass ich Dinge nicht umgesetzt habe.

Bei meiner Idee, Yoga am Aasee anzubieten, war es jedoch anders. Ich habe meine Bedenken einfach nicht an mich herangelassen. Natürlich habe ich darüber nachgedacht, ob das Wetter gut sein wird, ob überhaupt Leute kommen, ob sie meinen Unterricht mögen, ob die Wiese zu nass sein wird und so weiter und so fort. In diesen Momenten habe ich mir innerlich klar und deutlich „stop“ gesagt und bin in ein Gefühl von tiefem Vertrauen gegangen.

Wenn Du vertraust, wird sich alles fügen

Ich habe einfach vertraut, dass es für viele Menschen eine besondere Erfahrung sein wird, Yoga in der Natur zu erleben und mir das Universum daher helfen wird, dass sich alles fügen wird.

Und so war es dann auch. An allen drei Tagen waren wir mit strahlendem Sonnenschein gesegnet, obwohl es an den Tagen vorher und hinterher geregnet hat. Es gab eine perfekte Betonfläche mitten auf der Wiese, auf der wir unsere Matten auslegen konnten und bei jeder Stunde waren wunderbare Menschen da, die sich voll und ganz auf die Erfahrung eingelassen haben.

Es gibt einfach Dinge, die können wir nicht planen und nicht vorhersehen bei der Umsetzung unserer Ideen und das ist letztlich auch gut so. So gerne ich alles unter Kontrolle gehabt hätte, ich hatte keinen Einfluss darauf, ob die Sonne schein, ob nette Teilnehmer kommen und wie die Stimmung sein würde.

Wenn Deine Idee kein eigensüchtiges Projekt ist (wovon ich bei Dir nicht ausgehe) und dem höchsten Wohle aller dient, dann darfst Du die Kontrolle abgeben und tief vertrauen, dass alles so werden wird, wie Du es dir wünschst – oder besser.

Das heißt nicht, dass Du dich zurücklehnen und warten solltest, dass alles einfach passiert. Du musst schon aktiv werden und signalisieren, dass Du deine Idee ernst nimmst und unbedingt verwirklichen möchtest, auch wenn Bedenken, Ängste und Widerstände im Spiel sind. Aber diese bremsenden Gedanken und Gefühle kannst Du durch Vertrauen viel leichter loslassen. Und wenn Du alles geplant und vorbereitet hast, dann ist der Moment gekommen, ab dem Du es einfach fließen lassen darfst.

Lass die Kreativität fließen

Handelt es sich bei deiner Idee darum, dich deiner Kreativität zu widmen, dann gilt das Gleiche. Wenn Du alle Utensilien zum Malen oder Basteln vorbereitet hast, darfst Du dich dem kreativen Prozess anvertrauen und dich einfach von deiner Freude leiten lassen.

Wenn Du dich ganz dem Moment und Deiner Freude hingibst, werden wunderbare Dinge entstehen und Du wirst die Welt dadurch ein bisschen schöner machen.

Wenn Dein Verstand beginnt zu werten, dann übe, dich einfach auf deinen Atem zu konzentrieren und weiter zu machen. Übe dich darin, den Prozess zu genießen und es erstmal nicht für ein Endergebnis zu tun. Denn je mehr Freude Du während des kreativen Prozesses hast, desto öfter wirst Du dir zukünftig kreative Zeit gönnen.

Und wie ich am Anfang schon gesagt habe: Die Welt braucht mehr denn je Menschen wie dich, die ihre Schöpferkraft endlich für ihre Kreativität und ihre Visionen einsetzen. Ganz gleich wie klein deine Idee sein mag, wenn sie von Herzen kommt, ist es höchste Zeit, sie in die Welt zu bringen! 

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, welche Ideen Du schon lange mit dir herum trägst und wie es Dir mit der Umsetzung deiner Ideen geht.

Ganz viel Freude beim Kreieren!

Alles Liebe!

Meike

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2 comments

  1. Sehr schöner Artikel. Ich habe auch so oft Ideen, die ich dann aber, je länger ich darüber nachdenke, meist verwerfe und nie umsetze. Aber manchmal schaffe ich es doch und habe gestern mein kleines veganes Rezepte E-Book auf Amazon hochgeladen. Und die anderen Ideen werde ich auch angehen 😉

    1. Liebe Christin, herzlichen Glückwunsch zum veganen Rezepte-E-Book! Du darfst dich eine Runde dafür feiern! 🙂 Es ist nämlich echt nicht selbstverständlich, so eine Idee umzusetzen und wir dürfen uns freuen, wenn es uns gelingt! Alle Ideen müssen wir ja letztlich auch gar nicht umsetzen aber den Ideen, die immer wieder auftauchen und uns sehr am Herzen liegen, dürfen wir uns widmen. Alles Liebe und viel Freude beim weiteren Erschaffen! 🙂

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